31 March 2026, 10:31

Busunternehmen kämpfen um Überleben durch explodierende Spritpreise und drohende Streichungen

Plakat, das eine Bahn auf einer Eisenbahnschiene mit mehreren Menschen in der Nähe und dem Text "The American Jobs Plan Will Expand Affordable Public Transportation" zeigt.

Busunternehmen kämpfen um Überleben durch explodierende Spritpreise und drohende Streichungen

Busunternehmen in ganz Deutschland stehen vor schweren finanziellen Belastungen, da die Kraftstoffpreise weiter steigen. Der drastische Kostenanstieg treibt einige Betreiber an den Rand des Ruins – mit Warnungen, dass bald Landstrecken gestrichen werden könnten. Branchenvertreter fordern nun dringend staatliche Unterstützung, um Fahrpreiserhöhungen und Einschnitte im Angebot zu verhindern.

Die Krise hat sich seit der COVID-19-Pandemie zugespitzt, als die Ausgaben für Energie und Treibstoff erstmals stark stiegen. Mittlerweile belaufen sich die monatlichen Spritkosten vieler Busunternehmen auf sechsstellige Beträge, was die Budgets extrem belastet. Allein die Dieselpreise stiegen im ersten Halbjahr 2026 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 8–12 %.

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Treibstoff macht inzwischen 25–30 % der Betriebskosten aus, weshalb einige Anbieter die Ticketpreise bereits um 3–5 % erhöhen mussten. Andere haben ihr Angebot bereits reduziert – vor allem in weniger rentablen ländlichen Gebieten. Der Landesverband Baden-Württembergischer Omnibusunternehmer (WBO) warnt, dass bei weiter steigenden Kosten ganze Linien eingestellt werden könnten.

Besonders gefährdet sind kleinere Unternehmen, von denen manche vor der Pleite stehen. Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) betont, dass ohne politische Gegenmaßnahmen flächendeckende Kürzungen im ÖPNV unvermeidbar seien. Alexander Möller, beim VDV für den Nahverkehr zuständig, appelliert an die Politik, endlich zu handeln. Notwendig seien stabile Finanzmittel, um den Betrieb aufrechtzuerhalten und bezahlbare Tarife zu sichern.

Aktuell stellt der Bund jährlich rund 12 Milliarden Euro für den öffentlichen Verkehr bereit. Die Länder argumentieren jedoch, dass bis 2031 zusätzliche 14 Milliarden Euro nötig sein werden, um das bestehende Angebot nur zu halten. Streitigkeiten über die Mittelverteilung haben bisher konkrete Lösungen blockiert.

Ohne weitere finanzielle Unterstützung könnten die regionalen Busnetze in den kommenden Jahren massiv schrumpfen. Besonders betroffen wären ländliche Gemeinden, die lebenswichtige Verkehrsanbindungen verlieren. Ob es dazu kommt, hängt davon ab, ob die Politik die Finanzlücke schließt, bevor die Betreiber zu noch drastischeren Kürzungen gezwungen sind.

Quelle