18 April 2026, 22:26

Halles Bürgerparlament fordert mehr Geld für Bildung statt Sparpolitik

Eingang zum Perth Modern School mit einem Schild, Bäumen, Pflanzen, einem Zaun, einem Straßenschild, geparkten Autos, Gebäuden mit Fenstern und einem bewölkten Himmel.

Halles Bürgerparlament fordert mehr Geld für Bildung statt Sparpolitik

Bürgerparlament in Halle: Zufällig ausgewählte Einwohner diskutieren über die Zukunft der Bildung

Letztes Wochenende fand in Halle ein lokales "Bürgerparlament" statt, bei dem es um die Zukunft der Bildung in der Stadt ging. Fünfzehn Einwohner im Alter zwischen einem und 66 Jahren waren per Losverfahren ausgewählt worden, um an den Diskussionen teilzunehmen. Die Veranstaltung markierte den Auftakt der Kampagne "Revolutionstage", organisiert von der Gruppe "Neue Generation" – den Nachfolgern der "Letzten Generation".

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Während des Treffens erarbeiteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein Forderungspaket an die Hallesche Stadtregierung. Ihr zentrales Anliegen: eine Umverteilung der Mittel zugunsten der Bildung statt weiterer Sparmaßnahmen. Zudem sicherte sich die Gruppe ein Gespräch mit Katharina Brederlow, der Bildungsdezernentin der Stadt, um ihre Vorschläge vorzustellen.

Die Organisatoren beschrieben die Veranstaltung als einen Raum für offenen und ehrlichen Austausch – selbst zwischen Menschen mit gegensätzlichen Positionen. Ziel sei es gewesen, gemeinsame Standpunkte und Werte in der Bildungspolitik zu finden.

Für die Zukunft plant "Neue Generation" eine Ausweitung der Initiative. Vom 17. bis 19. April 2026 wird ein bundesweites "Offenes Bürgerparlament" online stattfinden. Die digitale Veranstaltung steht unter dem Motto: "Wie nah sind wir dem Faschismus? Die Gegenwart verstehen. Mut entwickeln. Gemeinsam handeln." Die Bewegung versteht diese Parlamente als Alternative zum Deutschen Bundestag, den sie als ein "Lobbyisten-Parlament" kritisiert.

Das Hallesche Bürgerparlament hat die Grundlage für weitere Debatten über Bildungsfinanzierung und politische Teilhabe gelegt. Die Forderungen der Gruppe sollen nun offiziell an die lokalen Verantwortlichen herangetragen werden. Parallel laufen die Vorbereitungen für das digitale Parlament 2026 auf Hochtouren.

Quelle