23 March 2026, 00:27

Hochgeschwindigkeitsstrecke Mannheim–Frankfurt droht zu scheitern – Finanzlücke stoppt Baupläne

Ein blau-weißer Zug fährt durch eine große Bahnhofshalle mit einer Plattform auf der rechten Seite und einer Wand im Hintergrund, unter einer Decke mit Stangen und Lampen.

Hochgeschwindigkeitsstrecke Mannheim–Frankfurt droht zu scheitern – Finanzlücke stoppt Baupläne

Pläne für neue Schnellbahnstrecke zwischen Mannheim und Frankfurt vor schweren Rückschlägen

Die Pläne für eine neue Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Mannheim und Frankfurt stehen vor massiven Verzögerungen. Obwohl sich das Projekt bereits in der finalen Planungsphase befindet, fehlt die Finanzierung – eine Fertigstellung vor 2040 gilt als unwahrscheinlich. Kritiker warnen, dass die Strecke ohne rasches Handeln möglicherweise gar nicht gebaut wird.

Mit dem Bau der Schnellbahnverbindung Mannheim–Frankfurt wurde noch nicht begonnen. Die parlamentarische Prüfung läuft noch, und das Planfeststellungsverfahren soll frühestens Anfang 2025 starten. Ein zentrales Hindernis ist die Entscheidung über die Tunneltrasse in Mannheim, die von Verkehrsprognosen für das Jahr 2040 abhängt – diese liegen jedoch erst Ende 2026 vor.

Finanzierung bleibt größtes Problem Die aktuellen Haushaltspläne weisen bereits für 2027 eine Lücke von rund 300 Millionen Euro auf, die sich bis 2029 auf 1,5 Milliarden Euro erhöhen könnte. Tarek Al-Wazir, der grüne Vorsitzende des Verkehrsausschusses, wirft der Bundesregierung und dem neuen Verkehrsminister vor, in der mittelfristigen Finanzplanung keine Mittel für Neu- und Ausbauprojekte bereitzustellen. Die Strecke Mannheim–Frankfurt bezeichnete er als "massiv gefährdet" – obwohl Sonderinfrastrukturfonds zur Verfügung stünden.

Ohne die neue Strecke wird sich die Pünktlichkeit auf den bestehenden Verbindungen – selbst auf kürzlich sanierten Abschnitten – nicht verbessern. Die heutige Riedbahn ist bereits jetzt stark überlastet; bis 2040 wird eine Auslastung von 127 Prozent erwartet. Verzögerungen in den parlamentarischen Prozessen, bei der Planungsgenehmigung und im Bauzeitplan machen eine Fertigstellung vor den frühen 2040er-Jahren unwahrscheinlich.

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Das Projekt schwebt weiterhin in der Schwebe, ein konkreter Baubeginn ist nicht in Sicht. Werden die Finanzierung und die Genehmigungen nicht bald gesichert, könnte die Hochgeschwindigkeitsstrecke ganz fallen. Das würde die ohnehin überlastete Riedbahn ohne Entlastung lassen – mit langfristig noch mehr Verspätungen für Fahrgäste.

Quelle